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Lichtmaschinen - Anlasser - Klimakompressoren
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Seit Jahren Ihr Lichtmaschinen, Anlasser und Klimakompressoren Spezialist

Der Anlasser

Fast alle Fahrzeugmodelle sind mit einem
Schub-Schraubtriebanlasser
ausgerüstet, der einen vierpoligen
Hauptstrommotor und einen angebauten
Magnetschalter besitzt. 

Anlasser der Firma Bosch oder von Delco-Remy
sind in ihrem Aufbau nahezu miteinander vergleichbar.

Funktion des Anlassers, kurz beschrieben:

  • Zündschloß gibt über die Klemme 50 den Befehl zum Anlassen des Motors
  • Der auf dem Anlasser aufgeschraubte Magnetschalter zieht an,
          rückt den Anker des Anlassers zur Schwungscheibe des Motors vor und schließt
         die beiden Hauptkontakte, der Anlasser bekommt Strom und dreht.
  • Dreht der Motor schneller als der eingerückte Anlasser, so schützt der Freilauf den Anlasser vor zu hoher Drehzahl

Mögliche Störungen
Wenn der Anlasser nicht einschaltet, ist zu kontrollieren, ob die Batterie entladen ist. Auch ist es möglich, daß Batteriepole und Klemmen oxydiert sind,
oder Kabelanschlüsse am Anlasser haben sich gelockert .

Weitere Fehlerquellen:

  • Die Bürsten sind abgenutzt,
  • Anker bzw. Erregerwicklung haben Masseschluß,
  • Anker bzw.Kollerktor sind unrund.
  • Zündschloss defekt, (Klemme 50 am Anlasser ohne Spannung)
  • Automatikgetriebe nicht in N oder P Stellung (oder Kontakt / Relais defekt)

Falls der Anlasser zu langsam dreht, sind entweder die Bürsten teilweise verschlissen, oder Teile der Erreger- oder Ankerwicklung sind kurzgeschlossen.
Vor der Überprüfung des Anlassers kontrollieren, ob ausreichend Batterieladung vorhanden ist und ob Klemmen am Anlasser und Batterie in Ordnung sind.

Wenn der Anlasser nur klickt
,
- so ist entweder der Magnetschalter defekt / verschmutzt (zerlegen und reinigen)
- die Magnetschalter-Hauptkontakte abgenutzt / verschmutzt (vorsichtig sauberfeilen und reinigen)
- der Anlassermotor defekt / verschmutzt (Anker rausnehmen und reinigen)
gereinigte, bewegliche Teile mit Fett versehen.

Anlasser zerlegen
Der Anlasser läßt sich in folgende Teile zerlegen:

  • Gehäuse
  • Magnetschalter
  • Kollektorlager
  • Anker
  • Ritzeltrieb
  • Ritzellager mit dem Freilauf

Kabel  von Magnetschalterwicklung trennen
Befestigung des Magnetschalters lösen und diesen abnehmen
Schutzband für die Bürsten vom Gehäuse lösen
Kabel der Bürsten lösen und die Bürsten herausziehen
Mutter der Spannbolzen abschrauben
Lagerschild der Kollektorseite vom Gehäuse abziehen
Anker mit Ritzeltrieb abnehmen

Vor dem Zusammenbau den Ritzeltrieb mit Motoröl niedriger Viskosität, Mitnehmerscheibe mit Heißlagerfett schmieren. Die Lagebuchsen besitzen Dauerschmierung.
Der Zusammenbau geschieht in umgekehrter Reihenfolge der Demontage.

Der Magnetschalter besitz oft
neben dem Steckanschluß für anlassen (50) auch noch einen Kontakt (15x).
Dieser Kontakt überbrückt wärend des Anlaßbetriebes den Vorwiderstand der Hochleistungszündspule, damit wärend des Startvorganges die
Zündkerze eine höhere Zündspannung
erhält.
Opel - Fahrzeuge haben häufig diese
zusätzliche Klemme.

Der Freilauf
hat die Aufgabe, den Anlasser vor zu hoher Drehzahl zu schützen,
nachdem der Motor gestartert wurde.
Der Freilauf ist ein formschlüssiges Verbindungsteil
zwischen Anlasser-Anker und Ritzel
Dreht das Ritzel schneller als der Anlasserwelle,
so trennt der Freilauf.

Falls der Anlasser manchmal dreht, ohne den Motor zu drehen,
so kann dieser Freilauf verharzt oder verschmutzt sein.
In diesem Fall freilauf reinigen und mit Heißlagerfett fetten.

Wer hat das nicht schon mal erlebt: Man will mit dem Auto losfahren und es macht nur "klick".
Wenn der Anlasser an einem Fahrzeug nicht funktioniert, kann das mehrere Ursachen haben:
Der Alu-Guss-Kopf kann kaputt sein oder die Schrauben des Magnetschalters können lose sein - um
nur einige Fehlerquellen zu nennen. Neben dem Anlasser könnte auch eine defekte
Lichtmaschine die Ursache sein. Wie dem auch sei: Einfachere Maßnahmen, um den Wagen zum Laufen zu bringen, kann man mit Hilfe eines Reparaturbuchs und der Bedienungsanleitung selbst ergreifen; beispielsweise den Magnetschalter
zerlegen und ihn säubern; es kann auch sein, dass man nur ein lockeres Kabel fest machen muss.
Helfen die beschriebenen Sofortmaßnahmen nicht, dann muss der Pkw in die Werkstatt.
Günstiger kommt auf jeden Fall derjenige weg, der sich als Autoschrauber selbst zu helfen weiß:
Über Kleinanzeigen von Wochenblättern oder Tageszeitungen lassen sich passende Kfz Ersatzteile

per Inserat finden - und dazu gibt es unter Umständen sogar Hilfestellung und Ratschläge für die Reparatur."

Anlasserteile überprüfen
Bürsten
Zum Auswechseln das Ende der Bürstenfeder aus der Bürstenführung heben. Kabelschuh der Bürste lösen und Bürste herausziehen. Abnutzungsgrad der Bürsten ermitteln, indem man ihre Länge mit neuen Bürsten vergleicht. Bürstenführung reinigen (Tupfer, in Tetrachlorkohlenstoff getränkt, notfalls auch Leichtbenzin).  Eine neue Bürste muß sich leicht in der Führung und
abbewegen lassen. Bürste einsetzen, Haltefeder ablassen und Bürstenkabel anschließen.

Kollektor

Die gesamte Oberfläche des Kollektors soll völlig glatt sein und darf weder Riefen noch verbrannte Stellen aufweisen. Kollektor mit einem in Tetrachlorkohlenstoff  oder Leichtbenzin angefeuchtetem Lappen gleichmäßig abreiben. Stärkere Verschmutzungen und Krusten können mit feinem Schmirgelleinen vorsichtig entfernt werden, wobei der Anker gleichmäßig und langsam gedreht wird. Unrundheit des Ankers prüfen. Ankerwelle in Drehbank spannen und genau zentrieren.
Die Unrundheit darf maximal 0,03 mm betragen. Vor dem Abschleifen Kollektormindestmaß beachten. Zum Abschleifen die Welle in zwei Backen spannen, deren Backenfutter Kugellager versehen sind. Bei hoher Drehzahl eine möglichst dünne Schicht Metall vom Kollektor abheben. Nie mehr Metall abheben als unbedingt erforderlich. Anschließend Lamellenteile zwischen den Kollektorsegmenten  mittels Sticksäge (Kollektorsäge) auf auf eine Tiefe von etwa 0,5 mm einsägen. Danach den Kollektor mit Polierleinen gleichmäßig schmirgeln, bis er ausgewogen glänzt.
Bei stark abgenutztem Kollektor ist der komplette Anker zu ersetzen.
Verbrannte Kollektorwicklungen deuten auf Kurzschluß im Anker hin.

Anker
Der Anker läßt sich nicht reparieren und muß bei einem Defekt ausgewechselt werden.
Um die Isolierung der Ankerwicklung zu kontrollieren, 110-Volt-Glühlampe mit Netzstrom der Reihe nach zwischen Ankerwelle und Kollektorsegmente anlegen. Leuchtet die Lampe auf, ist die Wicklungsisolierung beschädigt.
Erregerwicklung des Ankers auf Windungsschluß prüfen. Dazu Amperémeter mit 2-Volt-Batterie verbunden so an die Windungen anlegen, daß immer zwei Windungen zwischen den Meßpunkten liegen.
Von Windung zu Windung soll stets das gleiche Ergebnis angezeigt werden, maßgebend ist nicht die absolute Höhe des Wertes.

Feldspulen
Prüflampe mit zwei Fühlspitzen in Serie mit einer Batterie schalten und an die Feldspulen anlegen.
Leuchtet die Lampe nicht auf, dann ist der Stromkreis unterbrochen und die schadhafte Spule ist auszuwechseln.
Wenn die Fühlspitzen an die Bürstenanschlüsse angelegt werden, muß die Lampe aufleuchten.
Zum Prüfen der Feldstelle eine Prüfspitze an die W>Wicklungsenden und die andere an Masse (Anlassergehäuse) anlegen.
Eine niedrige Anzeige bedeutet Masseschluß in der Feldspule, daher muß diese ersetzt werden.
Zum Ausbau der Erregerwicklung die an der Außenseite des Gehäuses erreichbare Befestigungsschraube herausdrehen. Entsprechende Kabelschuhe lösen. Spule und Polschuhe entnehmen.
Vor dem Einbau einer neuen Wicklung ist diese auf etwa 50°C zu erwärmen, um sie geschmeidig zu machen und ihre
Anpassung unter dem Polschuh zu erleichtern.
Befestigungsschrauben der Polschuhe fest anziehen, damit der Abstand ihrer Innenflächen zueinander gegenüber  der ursprünglichen Einbaulage nicht verändert wird. Aus diesem Grund sollte man vor dem Ausbau den Abstand beim Innendurchmesser der Polschuhe untereinander und dem Außendurchmesser des Ankers messen und notieren.
Die Polschuhe darf man in ihren Abmessungen nicht verändern.

Elektromagnet
Zur Kontrolle zwischen Anschluß des stromführenden Kabels und Masse anlegen. Leuchtet die Lampe nicht auf, ist der Schalter zu ersetzen. Der Magnetkernweg beim Bosch-Anlasser unterscheidet sich von dem des Delco-Remy-Anlassers nur geringfügig.

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